Injektionsmörtel

Injektionsmörtel

Injektionsmörtel kommt zur Befestigung schwerer Lasten zum Einsatz 

1. Wenn starker Halt gefordert ist!

Für die Befestigung von Regalen, Deckenleuchten und Hängeschränken haben sich Dübel millionenfach bestens bewährt. Doch schweren Gegenständen wie Vordächern oder großen Satellitenschüsseln können auch massive Dübel keinen ausreichenden Halt bieten. Im Außenbereich kommt hinzu, dass die montierten Objekte hohen Windkräften und Temperaturschwankungen standhalten müssen. Um große Lasten sicher zu montieren, ist eine Injektionsbefestigung per Injektionsmörtel die beste Lösung. Mit dem Hochleistungsverbundmörtel lassen sich Anker und Gewindestangen für Schwerlasten sicher fixieren. Bei einer Injektionsbefestigung wird ähnlich wie bei einer konventionellen Dübelbefestigung ein Loch in das Mauerwerk gebohrt. Das Bohrloch wird anschließend mit dem Injektionsmörtel verfüllt. In den noch nicht abgebundenen Mörtel wird der Anker eingeführt. Unmittelbar nach der Aushärtung kann die Befestigung belastet werden.

2. Dies sollten Sie vor dem Arbeiten mit Montagemörtel beachten

Injektionsmörtel ist ein Montagemörtel auf Kunstharzbasis und besteht aus zwei Komponenten. Der Mörtel ist in einer Kartusche konfektioniert und wird mit einer Auspresspistole ausgedrückt. Mit Injektionsmörtel sind auch Heimwerker in der Lage, belastbare Anbauten wie eine Markise zu installieren. Vor der Durchführung eines solchen Projekts sollte sich der Heimwerker erkunden, ob die geplante Baumaßnahme genehmigungspflichtig ist. Wenn die Anker schwere Lasten wie ein Vordach tragen sollen, muss ein Statiker eine statische Berechnung vornehmen. Der Berechnung können die Spezifikationen für Bohrlöcher und Anker entnommen werden. Eine Abweichung von den Vorgaben kann zu einer Reduzierung der maximalen Last führen. Aus Gründen der Sicherheit und des Versicherungsschutzes sollte bei schweren Lasten daher nicht auf die Anfertigung eines statischen Gutachtens verzichtet werden. Oftmals wird solch ein Gutachten schon von der kommunalen Baubehörde vorgeschrieben.

3. Injektionsmörtel ist ein Hochleistungsmörtel für schwere Lasten

Injektionsmörtel lässt sich im Innen- und Außenbereich verwenden. Der Montagemörtel verankert Ankerstangen oder Innengewindeanker in Vollsteinen, Lochsteinen, Kammersteinen, Hochlochziegeln und Porenbeton. Bei massiven Baustoffen wie Beton wird der Mörtel direkt in das Bohrloch gedrückt. Für Lochbaustoffe werden Injektionsankerhülsen genutzt. Beim Injizieren des Mörtels wird der Kunstharz durch die Gitterstruktur der Ankerhülse in die Hohlräume des Lochziegels gedrückt. Große Ankerhülsen machen auch die Durchsteckmontage möglich. Injektionsmörtel ist in einem Zweikomponenten-Kartuschensystem konfektioniert, das in jede konventionelle Auspresspistole passt. Auf die Anschaffung einer speziellen Auspresspistole für Doppelkartuschen kann daher verzichtet werden. Die beiden Komponenten des Verbundmörtels werden erst mit dem Auspressen vermischt und aktiviert. Dies geschieht im Statikmischrohr, das auf die Kartusche aufgesetzt wird. Die meisten Hersteller legen ihren Kartuschen zwei Statikmischer bei, was ein Arbeiten in zwei Etappen erlaubt. Die Anwendung des Injektionsmörtels ist einfach. Auch Anfänger kommen mit dem Injizieren des Mörtels schnell zurecht. Nicht zu vernachlässigen ist die sorgfältige Anlage und Vorbereitung der Bohrlöcher. Nur in gründlich gereinigten Bohrlöchern kann sich der Verbundmörtel vollständig mit dem Baustoff verbinden.

4. Bohrlöcher setzen und vorbereiten

Vor Beginn der Arbeiten ist sicherzustellen, dass die Positionen der Bohrlöcher korrekt bestimmt und ausgemessen wurden. Beim Anbringen mehrerer Bohrlöcher ist auf die Abstände untereinander und zum Rand des die Anker tragenden Moduls zu achten. Beim Bohren in harte Baustoffe kann sich die Bohrspitze beträchtlich erhitzen. Um eine Überhitzung zu vermeiden, ist der Bohrstaub abzusaugen. Beim Bohren in Lochziegel oder andere Baustoffe mit Hohlräumen ist der Schlaghammer abzuschalten, um ein Brechen der Zwischenwände zu vermeiden. Zur Einhaltung der Bohrlochtiefe wird auf dem Bohrer die Setztiefe markiert. Alternativ lässt sich ein Abstandhalter an der Bohrmaschine verwenden. Bohrtiefe und Durchmesser des Bohrers sind bei großen Projekten der statischen Berechnung zu entnehmen. Bei einer mittelschweren Last wie einer Satellitenschüssel liegt gegebenenfalls keine statische Berechnung vor. In diesem Fall können die Abmessungen des Bohrlochs der Anker-Verpackung entnommen werden. Nach dem Bohren ist das Bohrloch mit einem Ausbläser auszublasen. Von Kompressoren gelieferte Druckluft kann Spuren von Öl und Kohlenwasserstoffen enthalten und ist ohne Einsatz spezieller Filter nicht für das Ausblasen der Bohrlöcher geeignet.

4.1 Gründliche Reinigung für festen Sitz

Schon während des Bohrens und auch beim Ausblasen des Bohrloches ist eine Schutzbrille zu tragen. Mit dem Ausblasen ist am Boden des Bohrloches zu beginnen, um die größtmögliche Menge an Bohrstaub zu entfernen. Anschließend wird das Bohrloch mit einer Nylonbürste ausgebürstet. Für das Ausbürsten darf keine Drahtbürste genutzt werden, da metallische Rückstände im Bohrloch chemisch mit dem Mörtel reagieren können. Besonders gründlich geht das Ausbürsten, wenn die Nylonbürste per Adapter auf die Bohrmaschine gesetzt wird. Nach dem Ausbürsten wird das Bohrloch nochmals mit ölfreier Druckluft ausgeblasen. Vor dem Griff zum Injektionsmörtel ist das Verfallsdatum der Kartusche auszulesen. Ein abgelaufener Injektionsmörtel ist umweltgerecht zu entsorgen und darf nicht mehr verwendet werden.

4.2 Anleitung: Arbeiten mit Injektionsmörtel

Ist das Bohrloch präpariert, kann mit dem Injizieren des Mörtels begonnen werden. Als Erstes wird das Statikmischrohr auf das Gewinde am Kopf der Kartusche gedreht. Die Austrittsdüse des Mischrohrs darf nicht gekürzt werden, um eine gute Durchmischung der zwei Komponenten zu gewährleisten. Nach dem Einlegen der Kartusche in die Auspresspistole ist ein etwa 10 cm langer Streifen abseits des Bohrloches auszudrücken. Sobald der Mörtel einen einheitlichen Farbton annimmt, kann mit dem Injizieren begonnen werden. Das Bohrloch ist zu zwei Dritteln mit dem Mörtel zu füllen. Um Lufteinschlüsse zu vermeiden, ist das Statikmischrohr bis zum Boden des Bohrlochs einzuführen. Während des Auffüllens ist die Düse langsam aus dem Loch zu ziehen. Die Ankerstange langsam bis zum Boden des gefüllten Bohrlochs einschieben. Beim Einsetzen einer Gewindestange ist die Stange leicht zwischen den Fingern zu drehen, um das Gewinde komplett mit dem Mörtel zu benetzen. Da der Anker die Mörtelmasse verdrängt, ist es ganz normal und auch gewünscht, dass etwas Mörtel austritt. Der im Bohrloch aufsteigende Mörtel muss mindestens die Ebene des Baustoffs erreichen. Der Anker sollte auf Höhe des Baustoffs vollständig mit Mörtel bedeckt sein. Bis zum Aushärten wird der Anker oder die Gewindestange nicht mehr angetastet. Die Aushärtezeit ist der Kartusche des Herstellers zu entnehmen. Ankerhülsen für Lochsteine sind vor dem Injizieren des Mörtels in das Bohrloch einzuschieben. Anschließend wird der Mörtel in die Ankerhülse injiziert.

4.3 Video: Richtiger Umgang mit Injektionsmörtel

 

4.4 Hinweis: Inkjektionsmörtel für Überkopf und Unterwasser Arbeiten

Bei Überkopfarbeiten ist vor dem Einspritzen des Mörtels eine Haltekappe auf das Bohrloch aufzusetzen, um ein Auslaufen des Mörtels zu verhindern. Die Spritzdüse wird in die Kappe eingeführt und der Mörtel am Boden des Bohrlochs beginnend injiziert. Beim langsamen Herausziehen ist darauf zu achten, dass die Haltekappe am Platz bleibt. Auch hier wird der Anker bis zur vollständigen Aushärtung des Mörtels nicht mehr angetastet. Sind Bohrlöcher mit Wasser bedeckt – etwa bei Arbeiten in einem Gartenteich – muss der Injektionsmörtel für das Arbeiten unter Wasser freigegeben sein. Die Aushärtezeit und das Verhalten des Mörtels unter Wasser sind den Angaben des Herstellers zu entnehmen.

5. Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Beim Kauf von Injektionsmörtel ist darauf zu achten, dass der Mörtel für den Baustoff zugelassen ist. Ein zertifizierter Injektionsmörtel trägt die CE-Kennzeichnung der EU und weist die Feuerwiderstandsklasse des Mörtels aus. Soll der Mörtel in ein mit Wasser bedecktes Bohrloch gefüllt werden, muss eine entsprechende Freigabe vorliegen. Dem Montagemörtel sollten mindestens zwei Statikmischrohre beigelegt sein, um ein zeitlich versetztes Arbeiten zu ermöglichen. Neben der Wahl eines leistungsfähigen Injektionsmörtels ist auch auf eine gute Verarbeitungsqualität der anderen Komponenten im Befestigungskit zu achten. Beim Kauf von Ankerhülsen, Bürstenset, Ausbläser und Auspresspistole sollte daher nicht am falschen Ende gespart werden. Im Außenbereich montierte Anker, Gewindestangen oder Bewehrungseisen müssen auch nach vielen Jahren ihre Aufgabe erfüllen und schwere Objekte sicher halten. Bei der Auswahl der Befestigungsmaterialien ist auf eine Freigabe für die Außenmontage und eine hohe Materialqualität zu achten. Eine ausführliche, bebilderte Montageanleitung erleichtert die Montage und hilft, Fehler zu vermeiden. Zu den Angaben, die auf der Kartusche nicht fehlen dürfen, zählen Sicherheitshinweise, Verarbeitungszeiten und Aushärtungszeiten. Die zum Ausdrücken des Injektionsmörtels eingesetzte Auspresspistole sollte ein exaktes Dosieren erlauben. Bei einigen Kartuschen lässt sich die Kolbenbewegung während des Injizierens ablesen und die bereits eingebrachte Menge genau bestimmen. Dies erleichtert den ökonomischen Umgang mit dem Hochleistungsmörtel und erspart einen ungeplanten Nachkauf.

6. Injektionsmörtel im Vergleich

HerstellerFischerUpatR&H TechnikFischerFischerTOXFischer
ModellMontage­mörtel 300 TInjektions­mörtel UPM 33Verbund­mörtel RHT 300Injektions­mörtel FIS VS 300 TExpress Cement DECVerbund­mörtel Liquix Pro 1Hoch­leistungs­mörtel FIS V T
Lieferumfang1 Kartusche +
1 Easy Mixer
1 Kartusche +
2 Mischer
1 Kartusche +
zwei Statik­mischer
1 Kartusche +
einen Statikmischer +
Montage­anleitung
1 Kartusche
1 Kartusche + 2 Statik­mischer +
4 Siebhülsen (16 x 85mm)
1 Kartusche +
2 Statik­mischer
Inhalt300 ml300 ml300 ml300 ml310 ml150 ml300 ml
Anwendungs­gebietGeeignet für Be­festigungen in Voll- und Lochstein und BetonFür un­gerissenen BetonVerankerung (mittel)­schwerer Lasten in soliden und hohlen UntergründenZur Befestigung von Stahl­konstruktionen, Geländern, Maschinen, Treppen und vielem mehrGeeignet für den Innen- und Außen­bereich Gerissener und ungerissenen Beton, festes & Loch­stein Meuerwerk Befestigungen in Lochstein, Vollstein, Beton und Porenbeton
Feuerwider­standsklasseF 120F 120Bis 80°C; kurz­fristig 120°CKeine AngabeKeine AngabeF 120Keine Angabe
Merkmale✅Produkt von Marken­hersteller✅Styrolfrei

✅CE Zulassung ETA
✅Einsatz mit kleinen Rand­abständen durch Spreiz­druckfreie Verbindung möglich✅Erster zugelassener styrolfreier Hybrid­mörtel für Be­festigungen in Lochstein, Vollstein, Beton und Porenbeton ✅Wetter­unabhängige Verarbeitung ✅Leed und Emissions­geprüft;
✅Umwelt­freundlich
✅Weltweit erstes Injektions­mörtel-System mit Zulassungen für alle relevanten Baustoffe
Bewertungen
Preis11,59 EUR11,34 EUR5,59 EUR19,00 EUR5,80 EUR18,00 EUR17,88 EUR
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