Rostumwandler

Rostumwandler

Rostumwandler wandelt Rost zu Eisenphosphat um

1. Vorbeugen spart Arbeit und Geld

RostZu den größten Feinden eines jeden Autofahrers gehört der Rost. Er setzt den Wert eines Fahrzeugs herab, beeinträchtigt das Vergnügen am Fahrzeug und verursacht nicht selten Folgeschäden. Oft beginnt der Rostfraß dort, wo er zunächst nicht ins Auge fällt. Ein feuchtes Umfeld bietet den idealen Nährgrund für Korrosion. Streusalz beschleunigt die Ausbreitung noch. Erste Rostnester finden sich oft unter Zierleisten, in den Ecken des Kofferraums und im Türbereich. Gravierend wird es bei Rostschäden an der Auspuffanlage oder an tragenden Teilen wie Schwellern. Wird nichts gegen den Rostbefall unternommen, können für die Verkehrssicherheit relevante Teile durchrosten, sofern dem Wagen nicht schon bei der nächsten Hauptuntersuchung die Plakette verweigert wird.

2. Rostumwandler rundet den Korrosionsschutz ab

Den besten Schutz vor Rost bietet ein umfassender Korrosionsschutz inklusive Unterbodenschutz und Hohlraumversiegelung. Stellt sich lokaler Rostbefall ein, ist Rostumwandler ein effektives Mittel. Neben dem Auto sind Wasser- und Landfahrzeuge aller Art wie Wohnwagen, Fahrräder, Motorräder, Traktoren und Segelboote anfällig für Rostschäden. Überdurchschnittlich oft sind Baumaschinen und andere gewerbliche Fahrzeuge von Rost befallen, da sie im Arbeitsalltag harten Beanspruchungen ausgesetzt sind und es öfter zu kleinen Beschädigungen kommt. Grundsätzlich sollte jedes Fahrzeug regelmäßig auf erste Anzeichen von Rost geprüft werden. Mit einem Rostumwandler lässt sich Rost entfernen und die befallene Fläche zum Auftragen eines Korrosionsschutzes vorbereiten. Auch für Werkzeuge und Gartengeräte in der Gartenlaube kommt Rostumwandler in Frage. Im Haus leistet Rostumwandler in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit wie Bad und Küche gute Dienste. Beschläge, Armaturen und Garnituren lassen sich mit Rostumwandler von Rostflecken befreien und wieder auf Hochglanz bringen.

3. So funktioniert Rostumwandler

RostumwandlerEin Rostumwandler hat neben der Rostbekämpfung die Aufgabe, einen haftfähigen Grund für einen Schutzlack herzustellen. Zur Entfernung von voluminösem Schuppenrost oder tiefem Porenrost ist Rostumwandler nicht gedacht. Lose, rostige Strukturen sind vor dem Auftrag von Rostumwandler mechanisch zu entfernen. Schuppenrost liegt bei offenen Roststellen ab einer gewissen Größe immer vor und ist leicht zu erkennen. Der tiefer reichende Porenrost dagegen lässt sich nur indirekt erschließen. Ein deutliches Anzeichen für Porenrost sind Lackblasen unter einer intakten Lackhaut. Die Blasen entstehen durch die im Zuge der Oxidation einsetzende Volumenvergrößerung. An diesen Stellen muss tiefer geschliffen werden, um eine gleichmäßige Ebene herzustellen. Der Rostumwandler löst die verbliebene Rostschicht an und wandelt sie zu Eisenphosphat. Er verwandelt Rost aber nicht etwa in Metall zurück, wie oft angenommen. Daher ist nach einer Behandlung mit Rostumwandler ein Korrosionsschutz der behandelten Schicht notwendig. Je nach Rostbefall ist auch ein mehrmaliger Auftrag von Rostumwandler nötig, um ein gründliches Ergebnis zu erzielen. Auch vor einem Unterbodenschutz oder einer Hohlraumversiegelung sollten bereits von Rost befallene Stellen mit Rostumwandler behandelt werden.

4. Rostumwandler hilft bei allen Arten von Korrosion

Unterscheiden lassen sich vier Arten von Korrosion:

4.1 Flächenkorrosion

Bei der Flächenkorrosion ist die Oberfläche eines Metalls von einer gleichmäßigen Rostschicht überzogen.

4.2 Muldenkorrosion

Bei der Muldenkorrosion kommt es zu leichten bis gravierenden Schäden an der Oberfläche.

4.3 Lochkorrosion

Diese Art der Korrosion wird auch Lochfraß genannt. Hier bildet sich ein nadelförmiger Krater, der tief in das Material hineingehen kann.

4.4 Spaltkorrosion

Spaltkorrrosion bildet sich an Stellen wie Fugen und Nähten. Betroffen sind oft ältere Wohnwagen, die durch Verwindungen im Laufe der Jahre große Spaltmaße entwickeln.

Zur Rostbildung braucht es Sauerstoff und Wasser. Wird eine korrodierte Stelle einfach überlackiert und luftdicht versiegelt, geht der Rostfraß in der Tiefe des Materials weiter. Grund ist die poröse Struktur von Rost. Die im Eisenoxidgeflecht gespeicherte feuchte Luft befördert ein Fortschreiten der Korrosion. Für einen effektiven Rostschutz ist die äußere Roststruktur mechanisch abzutragen. Übrig bleibt eine leicht raue Rostfläche, auf die der Rostumwandler aufgetragen wird. Die Wirkung des Rostumwandlers lässt sich gut kontrollieren, denn nach dem Auftrag bildet sich eine dunkle, metallisch glänzende Schicht. Da dieses Eisenphosphat anders als Eisenoxid eine glatte Oberfläche besitzt, bildet sie einen tragfähigen Grund für einen Schutzlack, der vor erneuter Korrosion bewahrt.

5. Eine Frage der Konsistenz

Rostumwandler StiftBei einem Rostumwandler spielt die Konsistenz eine entscheidende Rolle. Der Wirkstoff lässt sich als Flüssigkeit, Spray oder Gel auftragen. Für was sich der Käufer entscheiden sollte, ist vom zu behandelnden Objekt abhängig. Flüssige Rostumwandler eignen sich für ein Korrosionsschutzbad, in das zum Beispiel korrodierte Werkzeuge gelegt werden. Für die Rostbehandlung am Auto ist ein kriechfähiges Gel oder Spray zu empfehlen, das in die Hohlräume des Fahrzeugs eindringt und in verwinkelten Spalten seine Wirkung entfalten kann. Die meisten Rostumwandler basieren auf der Wirkung von Phosphorsäure oder Phosphaten. Doch es gibt auch Alternativen. Rostumwandler auf organischer Basis enthalten Tanninsäuren und organische Polymere. Bei Tanninsäure handelt es sich um Gerbsäure, die mit Eisenoxid reagiert und es in Eisentannat umwandelt. Gerbstoffe sind Naturprodukte und werden aus Früchten und Gräsern gewonnen. Der zweite Wirkstoff ist ein organisches Polymer und legt sich als schützender Primer über die behandelte Fläche. Auch ein Rostumwandler auf organischer Basis entfernt nicht den Rost, sondern wandelt die nach der mechanischen Bearbeitung verbliebene Rostschicht in Eisenphosphat um. Das Stoffgemisch stellt so eine stabile Grundlage für eine Grundierung mit Öl oder Lack her. Um eine erneute Korrosion zu verhindern, muss die Oberfläche vor dem Auftrag des Korrosionsschutzes trocken und fettfrei sein.

5.1 Anleitung: So wird Rostumwandler aufgetragen

Die Anwendung von Rostumwandler hängt davon ab, ob eine Flüssigkeit, ein Spray oder ein Gel genutzt wird. Im Kfz-Bereich wird vorwiegend mit Gelen gearbeitet. Zur Umwandlung oberflächlicher Roststellen kann auch zu einem Spray gegriffen werden. Bei der Arbeit mit einem Rostumwandler kommen Säuren zur Anwendung. Während der Schleifarbeiten entsteht zudem Roststaub, daher ist auf den persönlichen Arbeitsschutz zu achten. Sind Mundschutz und Handschuhe angelegt, kann es losgehen.

Vor Beginn der Arbeiten sind die zu behandelnden Stellen zu reinigen. An der geschädigten Stelle ist zunächst der poröse Rost zu entfernen. Am besten geht dies mit Schleifpapieren in abgestufter Körnung. Nach den Schleifarbeiten sollte eine leicht raue Rostschicht übrig bleiben. Achtung: Rostumwandler wirkt nur dort, wo noch Rost zum Umwandeln übrig ist, daher ist kein Übereifer angesagt. An größeren korrodierten Stellen erleichtert ein Winkelschleifer die Arbeit.

Vor dem Öffnen des Gebindes ist ein Blick auf die Anleitung des Herstellers zu werfen. Je nach Produkt ist der Rostumwandler vor dem Öffnen noch zu schütteln. Der Wirkstoff wird unverdünnt auf die befallenen Stellen aufgetragen. Nach der Einwirkungszeit – ebenfalls den Herstellerhinweisen zu entnehmen – wird der Umwandler abgespült und der Effekt geprüft. Sind noch Roststellen übrig, ist der Arbeitsgang zu wiederholen. Vor dem abschließenden Auftrag eines Korrosionsschutzes muss die bearbeitete Fläche vollkommen trocken sein.

5.2 Anwendungsbeispiel Rostumwandler

 

5.3 Rostumwandler für Flugrost und Fremdrost

Wurde einmal der Gartengrill nicht weggeräumt, kann sich nach einigen Tagen schnell Flugrost ansetzen. Gleiches gilt für ein unter einer Oberleitung geparktes Auto. Selbst auf eigentlich rostfreiem Edelstahl kann sich Rost in Form von Fremdrost niederschlagen. Wenn ein Werkzeug bei einer Installation mit Roststaub in Berührung kommt, lagern sich die Eisenoxidpartikel rasch auf den blanken Metallteilen ab. Bevor sich aus Fremdrost oder Flugrost ein echter Rostfraß entwickelt, sollte gehandelt werden. Der Handel bietet für diese Rostarten spezielle Flugrostentferner an. Die befallenen Stellen werden mit dem Flugrostentferner eingesprüht. Als Wirkstoff kommt oft Mercaptoessigsäure in Verbindung mit Tensiden zur Anwendung. Nach einer kurzen Einwirkungszeit ist der Flugrostentferner gründlich abzuwaschen. Sind einige hartnäckige Rostflecken übrig geblieben, ist ein zweiter Durchgang nötig.

6. Rostumwandler im Vergleich

HerstellerPresto FertanOptimalPrestoNigrinWürthGYS - Hammerite
ModellMotip Dupli 603086 Rost­umwandlerRost­konverter 22601 Rost­umwandler GELRost­umwandler­spray 232992 Rost­umwandler 74032 Rost­umwandlerHRK25 Rost­umwandler
Menge1 Flasche, 250 ml 1 Flasche, 1000 ml1 Flasche, 1000 ml1 Spraydose, 150 ml1 Flasche, 200 ml1 Dose, 1 Flasche, 250 ml
Überlackier­bar nach frühestens:6-8 Stunden Luft­trocknung24-48 Stunden24 Stunden6 Stunden Luft­trocknungKeine AngabeNach 3 StundenKeine Angabe
Besonders empfohlen für:Sanierung von Fahrzeugen, Maschinen und Anlagen aller ArtRostsanierung, Restauration, Korrosions­schutz auf Karosserie, Metall­oberflächenEisen, Stahl sowie andere MetalleSanierung von Fahrzeugen, Maschinen und Anlagen aller ArtMetall, Korrosions­schutz, Rostsanierung / KarosserieKeine AngabeFür alle rostigen Eisen­metalle zur Herstellung eines lackierfähigen Untergrundes
BasisKeine AngabeTanninenHergestellt aus 85%iger Phosphor­säureAuf Epoxydharz­basis 2-­ButoxyethanolDispersions­basisPolymer-­Dispersion
Merkmale✅Sehr gute Lösemittel­beständigkeit✅Reicht aus für 12 - 15 m²✅Mit Phosphatier­effekt✅Sehr gutes Kriech­vermögen✅Eisen-­Tanin-­Komplex✅Umwelt­freundlich, da auf Dispersions­basis✅Ideal für fleckenweisen Rostbefall
Bewertungen
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